Die Geschichte der Erschaffung der Katze-als Gott die Katze schuf

 

 

 

Die Genesis der Katze

 

Am Abend des  6.Tages der Schöpfungsgeschichte blickte das höchste Wesen, das über uns allen steht und das wir nie begreifen können und werden, auf die Erde herab und befand alles, was es sah als gut.

 

Das höchste Wesen, das über uns allen steht und dass wir nie begreifen werden hat viele Namen, der Einfachheit halber nenne ich es in dieser Geschichte Gott.

 

Also sah Gott, am Abend des 6. Tages, daß er fertig war mit der Erde und allen Lebewesen auf ihr und auch Gott wollte am 7. Tage ruhen, seine Helfer, die Engel , ebenso.

 

Nun waren aber alle sehr aufgeregt und noch sehr in Schwung und so merkten sie spätabends, daß sie einfach nicht zur Ruhe kamen.

Also schuf Gott in seiner unendlichen Weisheit das Letzte und Beste aller Lebewesen, dieses wollte er aber bei sich und den Engeln lassen, damit sie auch einen Teil der Schöpfung im Himmel behalten konnten.

 

So schuf also Gott, ganz spät am 6. Tag die Katze.

Gott gab ihr alle Eigenschaften, die er am Meisten liebte, Katze wurde also schmusig, kuschelig, weich und warm, eigenwillig (der freie Wille ist ja das höchste Gut, daß Gott überhaupt zu vergeben hat) und da Gott bei der Erschaffung der Mäuse und Ratten und Insekten einige vor ihrer Entsendung auf die Erde entschlüpft waren und diese Kleintiere sich also noch im Himmel tummelten, gab er Katze auch die Gabe, eine hervorragende Jägerin von kleineren Tieren zu sein.

 

Bei den Sinnesorganen sparte Gotte ein bißchen an der Sehfähigkeit, die er sowieso überbewertet fand, und gab Katze dafür ausgezeichnete Ohren, eine feine Nase (schon alleine wegen der Mäuse, Ratten, etc.) und unglaublich viel Empathie.

Zu guter letzt fügte Gott noch ein Geräusch hinzu, das die Katze zur Beruhigung aller erzeugen sollte. Denn so, hoffte Gott, könnten die Engel und er endlich schlafen, wenn sie das Geräusch der Katze hören.

 

Gott betrachtete nun die Katze und fand, daß sie nicht nur gut war, sondern einfach perfekt! Seine Engel streichelten begeistert Katze, welche sofort damit begann, das Geräusch zu erzeugen, das Gott in seiner unendlichen Weisheit Schnurren nannte, und Gott sah, daß er ein unglaublich tolles, wahrhaft  einzigartiges Lebewesen erschaffen hatte. Und so schliefen Gott und seine Engel endlich in der Nacht des 6. Tages ein, begleitet vom zufriedenen Schnurren der Katze.

 

Leider hatte Gott in seiner Erschöpfung nach dem erschaffen der Erde vergessen, Katze ein ordentliches Immunsystem mitzugeben und auch ihre extrem hohe Risokobereitschaft nicht ganz ihrer an sich sehr beachtlichen Reaktionsgeschwindikeit angepasst. Wobei diese Eigenschaften, behütet im Himmel, wo Katze ja lebte, auch nicht sonderlich wichtig waren...

 

Als Gott in den nächsten Tagen sah, wieviel Freude im Himmel dank Katze herrschte und wie verliebt seine Engel in Katze waren und wie wenig Mäuse, Ratten, etc.  er durch Katze im Himmel hatte, da beschloß Gott in seiner unendlichen Weisheit und Güte, daß er dieses Lebewesen den Menschen nicht vorenthalten durfte und sein göttlicher Funke ließ Katze fruchtbar werden und unglaublich viele kleine Kätzchen bekommen, die Gott nach und nach auf die Erde sandte. (Was im übrigen die Ägypter sofort intuitiv begriffen und die Katze augenblicklich als heiliges Tier verehrten).

 

Die Engel bekamen die Aufgabe, das Fell der Katzen zu gestalten und so malten diese mit Begeisterung wild drauf los und je nach künstlerischer Begabung der Engel kam eine gemusterte, gepunktete, gefleckte oder einfarbige Katze dabei heraus.

 

Nun hatte Gott in seiner unendlichen Liebe und Weisheit der Katze einen stark ausgeprägten Mutterinstinkt mitgegeben, denn wer viele Kinder bekommen kann, sollte sich schließlich auch ordentlich darum kümmern.

 

Dies allerdings hatte zur Folge, daß Katze im Himmel ihre Kleinen, die ja alle auf die Erde zu den Menschen geschickt wurden, unglaublich vermißte, auch wenn Katze immer wieder neue Jungen bekam. Sie hing ja an allen gleichermaßen mit ihrer Mutterliebe und mußte meistens 18-20 Jahre warten, bis ihre Lieblinge so nach und nach endgültig wieder in den Himmel zurückkehrten und Katze fand das lange warten auf ihre Babys sehr, sehr schrecklich und wurde sehr, sehr traurig.

 

Da Gott und die Engel Katze nicht traurig ertragen konnten (selbst das Schnurren hatte Katze eingestellt), versprach Gott Katze, daß er bei einigen ihrer Kinder eine Ausnahme machen werde und diese schon früher nach Hause zu ihr zurückkehren durften, sie also keine 20 Jahre auf die Rückkehr aller ihrer Katzenkinder warten muß.

Hilfreich bei dieser Idee war eben das schlechte Immunsystem der Katze und ihre hohe Risokobereitschft…so ließ sich die vorzeitige Rückkehr der Katzenkinder gut bewerkstelligen.

 

Anderen Katzenkindern gab Gott zum Ausgleich dafür ein richtig langes Katzenleben mit. Katze war überglücklich, daß sie nun einige ihrer Kinder schon nach wenigen Monaten oder Jahren wieder bei sich hatte und gab nun auch wieder ihr wohliges Schnurren von sich, was Gott und die Engel so vermißt hatten.

 

So kommt es also, daß manche der Katzen hier auf Erden sehr, sehr alt werden und wieder andere schon nach kurzer Zeit wieder dahin zurück gehen, woher sie gekommen sind und dann dort, bei Katze, Gott und den Engeln für immer und sehr glücklich weiterleben.

 

Aber da Katze, nun wieder zufrieden schnurrend, weiter viele Kinder bekommt, die Gott zu uns auf die Erde schicken darf, können wir immer wieder aufs neue Freude an den Katzen haben denn sie werden nie weniger werden auf Erden.

 

Und vielleicht geht es demjenigen, der viele Namen hat und doch immer der Eine ist mit seinen Menschenkindern, während diese hier auf der Erde weilen, genauso wie der Mutter aller Katzen im Himmel…

 

Sonja

 

 

Ich danke meinem Engel, der mir diese Geschichte Nachts geschenkt hat, als ich so traurig war nach Tinkas Tod.

 

In liebevoller Erinnerung an unsere geliebten Katzen Socke, Charlie, Tinka, Zora, Mikesch, Honey und Lisa... wir sehen uns wieder, wenn auch ich zurück gekehrt bin, zu dem einen, der viele Namen hat und doch immer der Selbe ist.

 

 

 

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© Sonja Kater

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